Hamburg, Deutschlands zweitgrößte Stadt, wird dank seines mächtigen Hafens oft als „Tor zur Welt“ bezeichnet. Aber es ist auch ein Ort, an dem sich das tägliche Leben zwischen Backsteinlagern, Kanälen, die Venedig an Zahl übertreffen, und Stadtvierteln abspielt, die sich nicht auf einen einzigen Stil festlegen lassen. Die Stadt hat mehr Brücken als Amsterdam und Venedig zusammen, ganze Stadtteile sind auf Stelzen gebaut, und sie ist eine der grünsten Metropolen Europas – fast die Hälfte ihrer Fläche ist von Parks, Bäumen und Wasser bedeckt. Dazu kommt ein Charakter, der maritime Robustheit mit kulturellem Ehrgeiz verbindet, und schon hat man ein Reiseziel, das sich gegen Klischees wehrt.
In unseren anderen Reiseführern haben wir die bekanntesten und sehenswertesten Wahrzeichen Hamburgs erkundet – die Orte, die jeder bei seinem ersten Besuch abhaken sollte (lesen Sie Teil 1 und Teil 2). Dieses Kapitel richtet sich jedoch an diejenigen, die etwas tiefer graben möchten. Hier stellen wir Ihnen Erlebnisse vor, die nicht immer auf den Titelseiten von Reisebroschüren zu finden sind, aber die eigenwilligere, lebendigere Seite der Stadt zeigen. Zu jeder Idee gibt es ein Restaurant in der Nähe – Orte, an denen Sie sich wie zu Hause fühlen, wie ein Einheimischer essen und die Stadt jenseits des Offensichtlichen erleben können.
Der historische Alter Elbtunnel in Hamburg. Foto von Wolfgang Weiser auf Unsplash
Wenn Sie einen Teil von Hamburg erleben möchten, der Geschichte, Design und Funktionalität in einem Paket vereint, sollten Sie den Alten Elbtunnel besuchen. Er wurde 1911 eröffnet und war der erste Flusstunnel seiner Art in Kontinentaleuropa. Er ist noch heute in Betrieb. Der Tunnel erstreckt sich über 427 Meter unter der Elbe und verbindet die belebten St. Pauli Landungsbrücken mit den Docks und Werften auf der Südseite. Zum Zeitpunkt seiner Errichtung galt er als technisches Wunderwerk, das gebaut wurde, um den wachsenden Verkehr zwischen der Stadt und dem Industriehafen zu entlasten. Im Inneren sind die Wände mit Keramikfliesen verziert, die mit maritimen Motiven – Krabben, Fischen und Seepferdchen – versehen sind und ihm sowohl einen zweckmäßigen als auch einen künstlerischen Charme verleihen.
Zwei massive Aufzüge befördern noch immer Fahrzeuge und Fußgänger hinunter in den Tunnel, und obwohl Autos ihn kaum noch benutzen, ist ein Spaziergang durch ihn hindurch ein seltsam atmosphärisches Erlebnis. Am südlichen Ausgang bietet eine offene Plattform einen großartigen Blick auf die Skyline von Hamburg, die Elbphilharmonie und den unaufhörlichen Schiffsverkehr. Es ist eine der wenigen Attraktionen der Stadt, die sowohl kostenlos als auch wirklich einzigartig ist. Für Fotografie-Begeisterte sind die Symmetrie und das Vintage-Design des Tunnels perfekte Motive, besonders wenn man ihn in ruhigen Stunden besuchen kann. Kombinieren Sie Ihren Besuch mit den St. Pauli Piers direkt über dem Tunnel, wo Fähren ablegen und das Hafenleben in vollem Gange ist. Weitere Informationen finden Sie unter „Alter Elbtunnel Hamburg” auf den offiziellen Tourismus-Seiten der Stadt Hamburg (zum Beispiel hier). Profi-Tipp: Unter der Erde kann es kühl werden, also bringen Sie auch im Sommer eine leichte Jacke mit.
Direkt an den Landungsbrücken, wo Sie nach dem Spaziergang durch den Alten Elbtunnel herauskommen, befindet sich die Schifferbörse, eines der traditionsreichsten Fischrestaurants Hamburgs. Das 1915 gegründete Lokal hat eine Atmosphäre, die auf die beste Art und Weise in der Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Das Interieur sieht aus wie ein Seemannsclub, der zum Speisesaal umfunktioniert wurde: Schiffsmodelle säumen die Regale, Bullaugen und Messingdetails glänzen an den Wänden, und Porträts alter Kapitäne blicken auf Sie herab, während Sie essen. Dieser Ort ist gemütlich altmodisch und hat einen Charakter, den man in vielen modernen Restaurants nicht findet.
Die Speisekarte ist fest in der norddeutschen Seemannsküche verwurzelt. Es gibt zahlreiche Fischplatten, gebraten oder gebacken, sowie lokale Spezialitäten wie gebratene Scholle, Matjeshering und Garnelensoufflé. Die Portionen sind großzügig, die Aromen unverfälscht, und der Schwerpunkt liegt eher auf Frische und Beständigkeit als auf Experimentierfreudigkeit. Dies ist Essen für Menschen, die wissen, was sie mögen, und es richtig zubereitet haben wollen. Es gibt auch einige Fleisch- und vegetarische Gerichte, aber Meeresfrüchte sind hier definitiv der Star. Nach einem Spaziergang durch den Elbtunnel fühlt sich der Eintritt in diesen warmen, maritimen Speisesaal wie die perfekte Fortsetzung des Themas an.
Eine sättigende Mahlzeit kostet hier etwa 25 bis 30 Euro pro Person, je nach Wahl der Getränke.
Street Art und Kultur im Gängeviertel, Hamburg. Quelle: www.facebook.com/gaengeviertel
Das Gängeviertel ist Hamburgs Antwort auf die Frage: Was passiert, wenn Künstler ein vernachlässigtes Stadtviertel zurückerobern? Eingebettet zwischen modernen Bürogebäuden und Einkaufsstraßen wurde diese Ansammlung von Häusern aus dem 19. Jahrhundert 2009 vor dem Abriss bewahrt, als eine Gruppe von Kreativen Talenten das Gebiet besetzte und es in ein lebendiges kulturelles Experiment verwandelte. Heute präsentiert sich das Gängeviertel als außergewöhnliches Viertel in der Neustadt mit viel Raum für Kunst und soziale Projekte. Bei einem Spaziergang durch das Viertel fallen Ihnen farbenfrohe Wandmalereien auf, die ganze Fassaden bedecken, skurrile Skulpturen, die aus Innenhöfen herausragen, und Galerien, die gleichzeitig als Treffpunkte dienen.
Im Gegensatz zu den eher polierten Touristenattraktionen Hamburgs wirkt es rau und erfrischend lebendig. Besucher können sich frei bewegen, aber das Erlebnis wird noch bereichert, wenn man eine der vielen Veranstaltungen besucht – Live-Musik, Open-Air-Kino, Ausstellungen oder Debatten über Stadtentwicklung. Besonders stimmungsvoll sind die Abende, wenn Lichtinstallationen und offene Bars die Innenhöfe mit Energie füllen.
Was das Gängeviertel besonders interessant macht, ist seine Geschichte: Eine Bürgerinitiative überzeugte die Stadt, ein historisches Viertel zu erhalten, anstatt es abzureißen. Es ist ein Beispiel dafür, wie Bürger den städtischen Raum neu gestalten können. Um Ihren Besuch zu planen, besuchen Sie die offizielle Website des Gängeviertels oder stöbern Sie in den Veranstaltungskalendern von Hamburg nach bevorstehenden Events.
Praktischer Tipp: Obwohl es jederzeit geöffnet ist, sollten Sie einen Besuch am späten Nachmittag oder Abend anstreben, wenn die Galerien und Bars geöffnet sind.
Nicht weit vom Gängeviertel entfernt liegt das Café Brooks, ein gemütlicher Rückzugsort, der denselben kreativen Geist einfängt, ihn aber in Form von Speisen zum Ausdruck bringt. Das Café-Restaurant im Karolinenviertel strahlt mit seinen zusammengewürfelten Stühlen, Pflanzen und seiner zurückhaltenden künstlerischen Atmosphäre eine warme und persönliche Atmosphäre aus. Die Speisekarte tendiert zu moderner europäischer Küche mit vegetarischen Akzenten: Denken Sie an gerösteten Kürbis mit Feta, hausgemachte Suppen, frische Salate und Pasta-Gerichte, die je nach Saison wechseln. Fleischliebhaber kommen ebenfalls auf ihre Kosten – am Wochenende gibt es langsam gegartes Lamm oder einen herzhaften Burger.
Der Brunch, der bis zum späten Nachmittag serviert wird, ist zu einem lokalen Favoriten geworden: fluffige Pfannkuchen, Shakshuka und frisch gebackenes Brot, das gefährlich gut zu ihrem starken Kaffee passt. Der Service ist entspannt, aber aufmerksam, und die Küche legt offensichtlich ebenso viel Wert auf die Präsentation wie auf den Geschmack. Wenn Sie die Wandmalereien und Installationen des Gängeviertels erkunden, bietet Brooks einen ruhigeren Ort, um sowohl Kunst als auch gutes Essen zu genießen. Die Mischung aus Einheimischen, die an ihren Laptops arbeiten, und Gruppen, die an rustikalen Tischen Wein trinken, verleiht dem Lokal eine integrative Nachbarschaftsatmosphäre.
Eine komplette Mahlzeit mit Getränken kostet in der Regel 20 bis 25 Euro pro Person.
Entspannen am Elbufer in Hamburg. Quelle: www.facebook.com/StrandperleHH
Wenn das Stadtleben zu dicht wird, zieht es die Hamburger an die Sandstrände der Elbe. Im Gegensatz zu den meisten Großstädten bietet Hamburg echte Strände am Flussufer, die sich wie ein Mini-Urlaub anfühlen, ohne die Stadt zu verlassen. Der zentralste Strand ist der Övelgönne-Strand, nur eine kurze Fährfahrt von den Landungsbrücken entfernt. Hier reihen sich Strandbars und gemütliche Cafés aneinander, in denen man einen Drink genießen kann, während Containerschiffe vorbeigleiten. Wer es etwas malerischer mag, sollte nach Westen nach Blankenese fahren, einem ehemaligen Fischerdorf, das heute ein gehobenes Viertel mit weißen Villen, steilen Treppen und verwinkelten Gassen ist, die zum Wasser hinunterführen. Das als „Treppenviertel” bekannte Viertel verfügt über mehr als 5.000 Stufen – ideal für Bewegung und einen herrlichen Panoramablick.
Etwas weiter entfernt liegt das Falkensteiner Ufer, einer der natürlichsten und unberührtesten Strände Hamburgs, der von bewaldeten Klippen umgeben und ruhiger als Övelgönne ist. Hier kann man picknicken, Kitesurfern zusehen oder einfach nur abschalten. Die Anfahrt ist einfach: Fähren und S-Bahnen verbinden die Hamburger Innenstadt mit Blankenese, und lokale Busse fahren zum Falkensteiner Ufer. Ein guter Tipp ist, bequeme Schuhe mitzubringen, insbesondere in Blankenese, wo man beim Erkunden viele Stufen bewältigen muss. Übrigens sind die Strände kostenlos, was sie zu einem der preiswertesten Ausflugsziele in Hamburg macht.
Strandperle, einer der beliebtesten Orte am Strand von Hamburg, ist genau das, was ihr Name vermuten lässt: eine Perle am Sand. Diese rustikale Strandbar mit Restaurant liegt direkt am Övelgönner Strand und wird seit Jahrzehnten von Einheimischen frequentiert. Es ist kein gehobenes Restaurant – es ist besser. Man nimmt sich ein Tablett, bestellt an der Theke und trägt sein Essen zu den Picknicktischen im Sand. Die Speisekarte ist eine Mischung aus herzhaften deutschen Klassikern und beliebten Strandgerichten: Currywurst mit Pommes, Fischbrötchen, Kartoffelsalat, Grillwürstchen und Brezeln. Die Getränke sind ebenso unkompliziert: kaltes Fassbier, Spritzer und alkoholfreie Limonaden.
Das Besondere an der Strandperle ist ihre Lage: Sie können beim Essen buchstäblich Ihre Zehen in den Sand stecken und dabei den Panoramablick auf riesige Frachtschiffe genießen, die nur wenige Meter entfernt vorbeigleiten. Es ist eine Erfahrung, die Hamburgs industrielles Herz mit seiner Freizeitkultur verbindet. Familien, Hundebesitzer und Paare mischen sich hier und schaffen eine entspannte, gemeinschaftliche Atmosphäre. Erwarten Sie keine Gourmetgerichte – das Essen hier ist darauf ausgerichtet, hungrige Strandbesucher satt zu machen, und das gelingt ihm auch. An sonnigen Wochenenden ist es hier sehr voll, kommen Sie also früh oder nehmen Sie das Chaos als Teil des Charmes hin.
Ein Besuch wird Ihr Portemonnaie nicht strapazieren: Für 15 bis 20 Euro pro Person bekommen Sie Essen und Getränke mit einer Aussicht, die im Grunde genommen unbezahlbar ist.
Flakturm IV Bunker in Hamburg. Quelle: facebook.com/bunker.hamburg
Nur wenige Orte in Hamburg verkörpern den Wandel so eindrucksvoll wie der kolossale Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg in St. Pauli. Der Flakturm IV wurde ursprünglich 1942 als Luftschutzbunker für bis zu 25.000 Menschen gebaut und war so konstruiert, dass er direkten Bombentreffern standhalten konnte. Nach dem Krieg stand er jahrzehntelang als graue Erinnerung an die Vergangenheit da – zu massiv, um abgerissen zu werden, zu unattraktiv, um integriert zu werden. In den letzten Jahren wurde er jedoch zu einem urbanen Kulturzentrum umgestaltet. Heute beherbergt er REVERB by Hard Rock, Konzertsäle, Restaurants und Veranstaltungsräume. Das auffälligste Merkmal des Bunkers ist jedoch sein Dachgarten. Der 2024 eröffnete Garten umgibt die Spitze wie eine grüne Krone und ist mit Tausenden von Bäumen, Sträuchern und Wildblumen bepflanzt. Das Design ist sowohl symbolisch als auch praktisch: Es verwandelt eine Kriegsfestung in einen nachhaltigen, lebendigen Ort.
Über einen spiralförmigen Außenweg können Besucher einen 560 Meter langen, spiralförmigen Pfad um den Bunker herum erklimmen und werden mit einem Panoramablick auf die Stadt und den Hafen belohnt. Der Eintritt zum Dachgarten ist kostenlos, was ihn zu einer der neuesten öffentlichen Attraktionen Hamburgs macht. Im Inneren finden Sie auch kulturelle Veranstaltungsorte und sogar einen Nachtclub, was zeigt, wie flexibel diese einst einschüchternde Struktur geworden ist. Besuchen Sie den Ort am späten Nachmittag, wenn das Licht auf der Skyline weicher ist und weniger Menschen unterwegs sind. Dieser Bunker beweist, dass Geschichte nicht ausgelöscht werden kann, sondern auf inspirierende Weise neu interpretiert werden kann.
La Sala thront auf dem massiven St. Pauli-Bunker und ist das Hauptrestaurant im Reverb by Hard Rock Hotel. Hier geht es ebenso sehr um das Ambiente wie um das Essen. Schon die Anfahrt ist Teil des Erlebnisses – Sie betreten das imposante Betongebäude aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, fahren mit dem Aufzug nach oben und treten plötzlich auf eine moderne Dachterrasse, die von Grün umgeben ist und einen weiten Blick über Hamburg bietet. Es ist ein ziemlich wilder Kontrast: die schwere Geschichte des Bunkers unten und ein frischer, lebhafter Speiseraum oben.
Die Speisekarte ist zeitgemäß und international und setzt auf kräftige Aromen. Sie finden eine Mischung aus Meeresfrüchten, gegrilltem Fleisch und vegetarischen Gerichten, die alle mit etwas Flair angerichtet, aber dennoch zugänglich sind. Vorspeisen und Beilagen sind zum Teilen gedacht, was es einfach macht, wenn Sie mit Freunden dort sind. Auch die Cocktailkarte ist einen Blick wert – kreativ, aber nicht überkompliziert, und es gibt eine solide Weinauswahl, die zu den Hauptgerichten passt.
Die Atmosphäre ist stilvoll und schafft eine Balance zwischen dem Hard-Rock-Flair und dem Grün der Dachterrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang. Nach der Erkundung des Bunkers oder einfach auf der Suche nach einem Abendessen mit einer Aussicht, die sich von der Menschenmenge in der Elbphilharmonie unterscheidet, ist La Sala genau das Richtige.
Rechnen Sie mit 45 bis 60 Euro pro Person für ein komplettes Menü mit Getränken – ein fairer Preis für die Kombination aus Geschichte, Skyline und gutem Essen.
Teaser zur Hamburg Dungeon Show. Quelle: www.facebook.com/HamburgDungeon
Für eine Geschichtsstunde, die gleichermaßen gruselig und unterhaltsam ist, ist das Hamburg Dungeon ein Muss. Diese immersive Attraktion präsentiert keine Fakten auf Tafeln – sie versetzt Sie direkt in die dunklen Episoden der Vergangenheit Hamburgs. Professionelle Schauspieler führen Sie durch Themenräume, die alles vom Großen Brand von 1842 über die tödliche Pest und mittelalterliche Rechtssysteme bis hin zu einer Hafen-Geisterlegende abdecken. Jeder Abschnitt kombiniert Bühnenbild, Geschichtenerzählen und Publikumsbeteiligung. In einem Moment stehen Sie in einem Gerichtssaal aus dem 17. Jahrhundert vor Gericht, im nächsten fliehen Sie in einer Simulation des Stadtbrands vor den Flammen.
Plötzliche Schreie, düster beleuchtete Gänge und eindrucksvolle Spezialeffekte lassen Ihren Puls spürbar in die Höhe schnellen. Das Erlebnis macht Spaß, basiert aber auf realen historischen Ereignissen, sodass Sie am Ende mehr Wissen mitnehmen, als Sie erwarten. Der Dungeon umfasst auch zwei Fahrgeschäfte – eine Wasserbahn durch von der Pest heimgesuchte Kanäle und einen Freifallturm –, die den Nervenkitzel eines Freizeitparks mit historischer Erzählung verbinden. Er ist für Erwachsene und ältere Kinder geeignet, aber empfindliche Besucher sollten die gruseligeren Teile vielleicht auslassen. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, da die Plätze schnell ausgebucht sind, insbesondere an Wochenenden. Auf der offiziellen Website finden Sie Zeitpläne und Kombi-Angebote mit anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Ein nützlicher Tipp: Kommen Sie am besten früh am Tag, wenn die Warteschlangen noch kurz sind, und verbinden Sie Ihren Besuch mit einem Abstecher in die nahegelegene Speicherstadt, das historische Lagerhausviertel.
Versteckt zwischen den Backsteinmauern der Speicherstadt, nur einen kurzen Spaziergang vom Hamburg Dungeon entfernt, wirkt das Deichgraf wie die Ruhe nach dem Sturm. Wenn Ihnen der Dungeon das Herz höher schlagen lässt, ist dieses Restaurant der perfekte Ort, um sich bei einem guten Essen in einem warmen, eleganten Ambiente zu entspannen. Die Innenausstattung ist gemütlich, aber raffiniert: unverputzte Ziegelwände, sanfte Beleuchtung und ordentlich gedeckte Tische, die eher an ein intimes Abendessen als an eine lebhafte Taverne erinnern.
Die Speisekarte ist eine Mischung aus deutschen Klassikern und Fischgerichten mit einigen kreativen Akzenten. Hering in verschiedenen Variationen ist ein Highlight und eine Hommage an die maritime Tradition Hamburgs. Außerdem gibt es saisonale Fischeintöpfe, delikate Vorspeisen und herzhafte Hauptgerichte, die regionale Aromen zur Geltung bringen, ohne übertrieben zu wirken. Die Präsentation ist raffiniert – man merkt, dass mit Sorgfalt gekocht wird, aber die Speisen wirken nie überladen.
Für diejenigen, die weniger Fisch mögen, runden Fleischgerichte und vegetarische Optionen die Auswahl ab. Der Service ist freundlich – und man kann sich in Ruhe unterhalten, ohne das Gefühl zu haben, dass jemand versucht, den Tisch zu räumen. Das Tempo ist insgesamt entspannt, was einen guten Ausgleich zu einem anstrengenden Sightseeing-Tag in der Speicherstadt darstellt.
Ein komplettes Abendessen mit einem Getränk kostet in der Regel etwa 30 bis 35 Euro pro Person, was angesichts der hier gebotenen Servicequalität und Atmosphäre ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt.
Nachdem Sie Hamburgs bekannteste Sehenswürdigkeiten erkundet haben, sind es oft die kleinen Entdeckungen – versteckte Tunnel, neu belebte Kunstviertel, Elbstrände und kreative Restaurants –, die Ihnen das Gefühl geben, die Stadt wirklich verstanden zu haben. Mit ihrer Mischung aus Geschichte, Wandel und exzellenter Küche lädt Hamburg dazu ein, Neues zu entdecken und sich kulinarisch treiben zu lassen.
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